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Laura Klockenbusch

Smart Home: Datenschutz-Bedenken bremsen Kaufbereitschaft

Deloitte-Studie zeigt, das Interesse am Thema ist groß und potenzielle Kunden versprechen sich mehr Komfort und Sicherheit für ihr zuhause

Deloitte hat für den aktuellen Smart Home Consumer Survey über 2.000 Deutsche im Alter zwischen 19 und 75 Jahren befragt. Die Ergebnisse der Studie zeigen: Das Interesse am Thema ist groß und potenzielle Kunden versprechen sich von Smart Home mehr Komfort und Sicherheit zuhause. Hohe Kosten, Datenschutz-Bedenken und Zweifel an der technischen Reife der Produkte bremsen aber die Kaufbereitschaft.

Besonders häufig werden Smart Home Lösungen in der eigenen Immobilie eingesetzt: 22 Prozent der Hausbesitzer und jeweils 19 Prozent der Wohnungseigentümer und Mieter nutzen smarte Produkte. Bei Wohnungsmietern ist die Nutzungsrate mit 12 Prozent deutlich geringer. Im Detail zeigt sich, dass die intelligente Haussteuerung im Alterssegment der Nutzer zwischen 25 und 34 Jahren derzeit die höchste Verbreitung findet.

Die Hauptgründe für die Nutzung von Smart-Home-Produkten sind für die Nutzer ein Zugewinn an Komfort und Sicherheit (56 und 49 Prozent der Antworten), Senkung von Strom- und Heizkosten (38 Prozent) sowie positive ökologische Effekte (20 Prozent). Es gibt aber auch Bedenken: Zu hohe Kosten bemängeln 38 Prozent der Befragten, Sorge um den Datenschutz haben 33 Prozent. Aber auch in anderen Bereichen sehen Konsumenten das smarte Zuhause derzeit noch kritisch: 22 Prozent der Befragten bezweifeln, dass die Technik ausgereift ist und jeweils 21 Prozent empfinden die Inbetriebnahme als zu kompliziert oder erkennen keinen Mehrwert, der die Nutzung rechtfertigen würde.

Zu den am meisten verbreiteten Smart-Home-Lösungen zählen Mediaserver (14 Prozent), Lautsprecher (13 Prozent), intelligente Thermostate (10 Prozent) und intelligente Reinigungsgeräte (6 Prozent). „Von einem Boom zu sprechen, wäre noch verfrüht, aber die Verbreitung von Smart Home-Komponenten nimmt zu. Insgesamt steigen Akzeptanz und Interesse, wenn auch im Hinblick auf sensible Bereiche wie etwa Türschlösser noch Vorbehalte existieren. Der Kenntnisstand ist bei nahezu allen Altersgruppen deutlich gestiegen“, erklärt Dr. Gunther Wagner, Director Technology bei Deloitte.

Die vollständige Studie finden Sie hier.